Hilfe…
Posted By Anchesaa on February 1, 2012
…wo bleibt die Zeit? Nun ist schon wieder 1. Februar und ich kam nicht mal dazu mich einmal zu melden.
Bei uns gehts ziemlich rund und es bleibt kaum Zeit um mal durchzuatmen. Mir selbst gehts im Moment nicht so prickelnd, ich hab wo ich hinsehe Stress und mir fliegt alles um die Ohren. Dazu kommt noch Liams anstehende Einschulung, wo mir ein Termin nach dem anderen genannt wird, wo ich – natürlich Vormittags – hinmarschieren darf. Gut dass ich soviel Gleitzeit habe – mein Stand liegt derzeit etwa bei 65 Stunden.
Im Grunde ist der Tagesablauf unter der Woche immer gleich… stressig.
Ein typischer Dienstag: frühs um halb 7 aus dem Haus, dann in die Arbeit. Mein Holder bringt die Kids in den Kiga. In meiner Arbeit gehts wegen demnächst bevorstehenden Umzug des ganzen Hauses in ein anderes Gebäude sowieso rund, alle drehen am Rad. Kurz vor 4 dann wieder loshetzen um rechtzeitig kurz vor 5 im Kindergarten zu sein, um die Kids abzuholen. Zwischendrin in den Pausen die anstehenden Termine koordinieren, bei den Kollegen meine freien Tage “rechtfertigen” (Zitat: Kinder sind Privatvergnügen) und vielleicht mal etwas essen. Die Stimmung ist bescheiden und großes Gezicke um mich herum. Das ist natürlich sehr hilfreich wenn man eh unter Druck steht und in der Arbeit sich damit auch noch rumärgern muss.
Ergänzend dazu dann der zusätzliche Stress wenn der Kiga anruft “Kind ist krank bitte abholen” – mit entsprechender Freude am anderen Ende wenn ich sage, dass es mindestens eine Stunde dauert bis ich da bin. Ich arbeite halt nunmal nicht ums Eck sondern bin eine Weile unterwegs. Das wird dann mit dem Umzug hoffentlich besser, dann liegt die Arbeit idealer und dank Tiefgaragenstellplatz für mein Auto kann ich direkt von Haustür zur Arbeit fahren. Da spare ich mir die öffentlichen Verkehrsmittel mit all ihren Freuden wenigstens. Wenn einer der beiden abgeholt werden muss oder krank ist, mache ich das, da ich den Vorteil habe, dass ich mit krankem Kind von zuhause aus arbeiten kann.
Beim Abholen dann je nach Laune der Kids mehr oder weniger lange mit Sachen zusammenräumen/-suchen und fertig machen beschäftigt. Dann gehts heim oder noch zum Einkaufen. Kaum zuhause wollen die Kids natürlich erzählen, Zeit mit Mama, Essen, Spielen, Toben, Trinken usw. und bitte alles gleichzeitig und sofort. Ich komm meist grade mal dazu meine Schuhe und Mantel auszuziehen während ich oft parallel ein zeterndes Kind um mich herum habe, weils nicht schnell genug geht.
Dann taucht mein Holder von der Arbeit auf und es gibt Abendessen (außer Montags da kommt er erst gegen 7), danach gehts für die Herren ins Bett. Was die selten toll finden und noch sooooo viel anderes machen wollen. Mika hat derzeit eine Phase, in der er mindestens 5 Mal aus dem Bett wieder rauskommt (Liam ist dann schon fast im Land der Träume) und alles mögliche machen muss. Aber sie sind dann am nächsten Tag eh schon hundemüde, so dass später ins Bett bringen nicht weiterhilft, da sie dann trotz Ritual etc. dennoch ihre Verzögerungstaktiken rauskramen. Meist kehrt wirklich erst gegen 8/halb 9 Ruhe hier ein und ich kann mal richtig durchschnaufen. Sofern im Haushalt alles soweit okay ist, sonst gehts hier weiter.
Dazu noch die Sorgen und den Ärger den man so hat, der das noch mal alles verstärkt. Im Moment habe ich teilweise das Gefühl mir wächst alles über den Kopf und ich funktioniere nur noch. Alle zwei Wochen habe ich dann an zwei Tagen noch dazu die Kinder morgens in den Kiga zu bringen und damit später in die Arbeit zu kommen, da mein Holder zu früh Schule hat um das zeitlich schaffen zu können.
Ich bin nur heilfroh, dass ich einen Tag in der Woche am Heimarbeitsplatz arbeite und damit etwas Stress rausnehmen kann. Kein in die Arbeit hetzen, kein Gezicke um mich herum und nette Blicke. Der Tag rettet mich derzeit immer, ich bin dann alleine für mich und kann relativ entspannt arbeiten. Wegen des Heimarbeitsplatzes meckert Kollegin übrigens auch rum, ich wäre ja nicht präsent, wenn sie auch zugeben muss, dass sie keinerlei Nachteil dadurch hat, da ich alles von Zuhause aus machen kann, nur eben nicht an meinem Schreibtisch im Büro sitze. Ich hatte dann kürzlich die Nase voll und hab meinen Chef zum 4-Augen Gespräch gebeten, der mir aber zum Glück den Rücken stärkt. Er sagt ganz klar solange meine Arbeit weiterhin so gut ist wie jetzt, sieht er keinen Grund dazu, dass ich den Heimarbeitsplatz aufgeben muss. Das hat mir dann zumindest etwas Druck rausgenommen.
Naja genug gejammert, es reicht erst mal wieder, aber manchmal muss es halt raus und das alles ist wohl nichts was andere vollzeitarbeitende Mütter wuppen müssen. Ebenso wie sie wohl genauso solche Durchhänger mal haben und erst mal wieder Kraft schöpfen müssen. Nächste Woche habe ich erst mal zwei Tage frei und damit langes Wochenende, die kann ich hoffentlich etwas nutzen und mal was für mich tun.
Und um nicht nur zu mosern hier noch ein paar Bilder vom Wochenende – einmal meine Faschingsmäuse und dann noch ein paar Bilder vom Schlittenfahren am Sonntag:








